Sonntag, 31. August 2025

Tag b11: Alles O-Kai ?

Wien, Kraftwerk Freudenau - Wien, Handelskai
(12,0 km - 30 Hm auf - 30 Hm ab)

Prolog:

Für 09:10 Uhr habe ich mir vor ein paar Tagen für den Sonntag Morgen ein BAST (Burgenland Anruf Sammel Taxi) nach Kalch ans Feuerwehrhaus bestellt, denn am Wochenende gibt es hier ja bekanntlich gar keine (fahrenden) Busse.

Der Fahrer kommt überpünktlich, verkauft mir eine BUSfahrkarte (man zahlt hier KEINEN Aufpreis für das AST !) und schon geht's los.

Ratz-fatz bin ich in Jennersdorf, wo schon mein Regionalbus nach Güssing wartet. Nobel geht die Welt zugrunde:

Die haben hier im Burgenland echt was drauf in dieser Hinsicht !

Der Fahrer der Linie B27 verkauft mir ein durchgehendes Ticket nach Wiener Neustadt und chauffiert mich überpünktlich (warum hatte ich mir wegen der 4 Minuten Umsteigezeit Sorgen gemacht ? - bin doch hier nicht in Deutschland !) nach Güssing, Hauptplatz.

Ah, Güssing, da war doch was: Tag 23 

Hier war auch Gert im März angekommen, während ich ihn noch am Marktplatz erwartete.

Jedenfalls wechsle ich in die Linie B01, wo mich der Fahrer gleich darauf hinweist, daß er mir gleich mal per Funk einen Umstieg in St. Michael im Burgenland organisiert.

St. Michael ? St. Katharina ? St. Anna ? - Langsam dreht sich mir der Kopf - ich war von Liniennummernänderung zu B09 in Oberwart ausgegangen, aber ohne dort umsteigen zu müssen.

Egal: Ich steige also (physisch) in St. Michael (nicht im Lungau, sondern im Burgenland) aus der Linie B01 nach Oberwart in die Linie B01 nach Oberwart um - Häää ? - und alles läuft - ich muß nicht alles verstehen :-)

Erstmals gibt es jetzt auch Menschen im Bus. Sogar einige ! Und mit ordentlich Gepäck ! Pünktlich werden wir alle am Bahnhof in Wiener Neustadt von der Linie B09 abgesetzt.

Das Treffen mit Anna geht sich leider nicht aus: Schlechtes Timing - 14-monatige, ggf. künftige Weitwanderer benötigen um Mittag herum die volle Aufmerksamkeit der Mama ;-)

Also schnell ein Zugticket kaufen und dann gleich mit einem Alternativzug weiter nach Meidling.

Jetzt ein Stück S-Bahn bis zum PraterKAI, wo ich dann in die aus dem März bekannte Wiener Buslinie 79a umsteigen kann, die wenige Minuten später auch schon kommt.

Sooooo, und schon bin ich nach gut 4,5 Stunden am Kraftwerk Feudenau, um mein eigentliches Tagwerk zu beginnen: Den Lückenschluß auf der Donauinsel ! Hatte ich doch im Mai 2024 vorzeitig (wetterbedingt) die Donauinsel verlassen und im März (wetterbedingt) die fehlende Halbetappe nochmal ausgelassen.

Also erstmal wieder rüber auf die Insel, wie damals im März auf dem Weg gen Süden bzw. Osten (Tag 12).

Auf der Donauinsel wird scheinbar extra für mich - etwa weil ich mich zuweilen über Markierungen beschwere ? - überdimensional groß der Weg gewiesen:

Ok, evtl. wollen die Verantwortlichen aus dem Burgenland auch nur unbedingt sicher gehen, daß ich nicht aus Versehen rechts abbiege und NOCHMAL über das arme kleine Bundesland rechts unten herfalle ?!

Ich schwenke also nach links ein gen Norden...

Manchmal kann ich die (Renn-)Radler- und Rollerblades-optimierten Asphaltpassagen sogar rechts liegen lassen und angenehmeren Belag bevorzugen.

Interessant, daß es hier sogar ein kleines Binnen-Windrad gibt, was bei relativ geringen Drehzahlen bereits seit fast 30 Jahren Strom erzeugt und wissenschaftlich ausgewertet wird.

Ich spaziere so dahin, ist heute ja keine große Sache mehr.

Jenseits der Neuen Donau fallen die Wolkenkratzer ins Auge, teils gerade neu bzw. noch im Bau:

Und im Diesseits ein altes Schild, wo nicht nur der 07er (Ostösterreichischer Grenzlandweg), sondern auch der Wiener Mariazeller Pilgerweg 06, sowie die Europäischen Fernwanderwege E4 und E8 - mal etwas Abwechslung: War ich doch die letzten drei Wochen am E6 unterwegs gewesen...

Was mir an dieser Stelle auch auffällt: Die Schwimmbrücke:

Ich könnte wetten, an Tag 12 im Süden hat im März GENAU so eine gefehlt !

Plötzlich, eindeutige Signale am Boden:

Ok, ich gehe vom Gas - deswegen wird am Ende auch nur FAST ein 6 km/h-Schnitt erreicht werden.

Einerseits muß ich - neben anderen Liegerädern hier in der Gegend - diese Rennmaschine eines Blickes (und ein paar Fotos) würdigen:

Ich könnte fast wetten, daß derartige Modelle in Feldkirch in Vorarlberg verkauft werden und daß dieser verrückte Franke mit dem verschmitzten Lächeln letzten November (!) mit einer baugleichen Rennmaschine zum München-Venedig-Veteranen-Event in Oberbayern angereist war.

Just guessing... ;-)

Andererseits sollte ich jetzt auch mit dem Bremsfallschirm arbeiten, denn (Insel-)Kilometer 14,5 wird angezeigt und ich muß gleich scharf nach links abbiegen...

Über die Brücke geht es ein letztes Mal mit klackernden Stöcken (klingt gut auf dem Metall und der großen Brücke als Ressonazkörper !).

Und dann kommt Kai am HandelsKAI an:

Habe fertig :-)


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